Myokardszintigraphie bei radios

Was ist eine Myokardszintigraphie? 

Bei einer Myokard-Szintigraphie wird die Durchblutung Ihres Herzmuskels mithilfe gering radioaktiver Strahlung dargestellt. Durch diese Untersuchung können wir frühzeitig Durchblutungsstörungen erkennen und bereits bestehende Krankheiten optimal überwachen. Die Herzszintigraphie ist eine schonende und nicht verletzende Untersuchungsmethode. Herzkatheter kommen bei diesem Verfahren nicht zum Einsatz.

Wie läuft eine Myokardszintigraphie ab?

Die Myokardszintigraphie beginnt mit einer Belastungsuntersuchung, mit der Ihr Kreislauf stimuliert wird. Die Stimulation erfolgt mittels einer körperlichen Belastung mit dem Fahrradergometer. Nach einer 45-minütigen Frühstückspause erfassen wir dann eine Aufnahme Ihrer Herzdurchblutung mit einer speziellen Gammakamera.

Die Aufgabe dieser Spezialkamera ist es, die Verteilung der radioaktiven Substanz in Ihrem Körper zu erkennen und abzubilden. So können wir Auffälligkeiten schnell und exakt diagnostizieren und feststellen, wie gut Ihre Herzdurchblutung ist.

Die Myokardszintigraphie wird anschließend noch einmal im Ruhezustand wiederholt. Der Vergleich der beiden Aufnahmen erlaubt uns eine genaue Diagnose.

Während der Aufnahme befinden Sie sich in sitzender Position. Es handelt sich um eine offene Kamera, so dass wir auch Patienten mit Platzangst problemlos behandeln können.

Wie lange dauert die Untersuchung?

Um Ihnen für eine mögliche Weiterbehandlung schnellstmöglich ein Ergebnis liefern zu können, erfolgen beide Untersuchungsteile in der Regel innerhalb eines Termins. Die gesamte Untersuchung dauert etwa 3,5 Stunden.

Wann darf die Untersuchung nicht durchgeführt werden?

Die Myokardszintigraphie kann nicht bei Vorliegen einer Schwangerschaft durchgeführt werden. Stillende Frauen können unter bestimmten Voraussetzungen untersucht werden. 

Werden die Kosten der Myokardszintigraphie von der Krankenkasse übernommen?

Ja. Die Untersuchung ist eine Regelleistung aller gesetzlichen und privaten Krankenkassen.

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MEDICAL CENTER DÜSSELDORF
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(vormals Hans-Günther-Sohl-Straße 6-10)
40235 Düsseldorf

SPRECHSTUNDEN

Montag - Freitag 07:30 - 21:00 Uhr
Donnerstag 06:00 - 21:00 Uhr
Samstag nach Vereinbarung

Welche Befunde lassen sich bei einer Myokardszintigraphie nachweisen? 

Durch den Vergleich der Ruheaufnahmen mit den Belastungsaufnahmen können wir feststellen, ob einzelne Regionen des Herzens insbesondere unter Belastung schlechter durchblutet sind. 

Nach einem Herzinfarkt kann durch die Herzszintigraphie eine Aussage getroffen werden, wie groß und ausgedehnt die Myokardnarbe ist, die der Herzinfarkt hinterlassen hat. Wenn sich bei der Untersuchung herausstellt, dass Teile des Herzmuskelgewebes innerhalb des Infarktgebiets noch vital sind, kann der Kardiologe Maßnahmen ergreifen, um die Durchblutung des betroffenen Herzareals zu steigern. Dadurch können die Folgen des Infarktes gemildert und die Herzkraft gesteigert werden. 

Durch eine Myokardszintigraphie können wir ferner Aussagen über die Pumpfunktion des Herzmuskels und damit auch über die körperliche Belastbarkeit treffen. 

Was muss ich vor einer Myokard-Szintigraphie beachten?

Für die Untersuchung müssen Sie nüchtern sein, d.h. sie dürfen 8 Stunden vorher nichts essen und nur Wasser zu sich nehmen
Vor der Untersuchung dürfen Sie kein Koffein, Teein oder Schokolade zu sich nehmen
Nehmen Sie bitte am Untersuchungstag keine Medikamente ein
Bringen Sie eine Liste Ihrer regelmäßig einzunehmenden Medikamente zur Untersuchung mit
Wenn Sie Betablocker einnehmen, setzten Sie diese bitte in Absprache mit ihrem behandelnden Arzt drei Tage vor der Untersuchung ab

Gibt es Nebenwirkungen bei einer Herzszintigraphie? 

Unsere behandelnden Ärzte wägen sorgfältig ab, welche Untersuchungsmethode im Einzelfall für unsere Patienten am wenigsten belastend und sinnvoll ist. Durch das radioaktive Mittel entsteht eine geringe Strahlenexposition. Diese liegt in der gleichen Größenordnung wie beispielsweise eine Röntgenuntersuchung des Bauchraumes. 

Anders als bei Röntgenkontrastmitteln treten Nebenwirkungen, wie beispielsweise Allergien, bei der Gabe des radioaktiven Präparates nicht auf. 

Sollten Sie aufgrund Ihres Gesundheitszustandes nicht auf dem Fahrrad belastet werden können, steht uns ein Medikament zur Verfügung, mit dem wir eine Belastungssituation simulieren können, ohne Ihr Herz tatsächlich zu belasten. Die Wirkung des Präparates lässt sich gut steuern und die Prozedur dauert auch nur drei Minuten. Während der Belastung werden Sie wie bei einem Belastungs-EKG ständig überwacht.

Vorteile der Myokard-Szintigraphie

Hoher Komfort während der Untersuchung
Minimale Strahlung für ein optimales Ergebnis
Offenes System auch für Patienten mit Platzangst
Alle Untersuchungen während eines Termins

Unsere Geräte 

Experteninformationen zum Thema

Ziel der Myokardszintigraphie ist die bildliche Darstellung der Durchblutung des Herzmuskels. Anwendung findet das Verfahren bei Patienten, bei denen der Verdacht auf eine Durchblutungsstörung des Herzens besteht. Das entsprechende Krankheitsbild wird als koronare Herzkrankheit bezeichnet (KHK).

Auch bei Patienten mit bekannter KHK wird diese Untersuchung oftmals eingesetzt, um das Ausmaß der Erkrankung zu erfassen. Bedingt durch solche Durchblutungsstörungen des Herzmuskels kann es zu Schmerzen im Brustkorb (Angina pectoris) und schließlich zum Herzinfarkt kommen, bei dem Herzmuskelgewebe aufgrund eines akuten Sauerstoffmangels abstirbt und in der Folgezeit durch Narbengewebe ersetzt wird.

Die Myokardszintigraphie besteht aus zwei Untersuchungsteilen, die in unserer Einrichtung in der Regel innerhalb eines Termines - also an einem einzigen Tag - erfaßt werden: Zum einen der Darstellung der Herzmuskeldurchblutung unter Belastungsbedingungen, zum anderen der Erfassung der Durchblutungssituation des Herzmuskels in Ruhe. Aus dem Vergleich der beiden Aufnahmen läßt sich erschließen, ob eine bedrohliche Durchblutungsstörung des Herzens vorliegt.

Gleichzeitig ermöglicht das Verfahren eine Beurteilung der Herzwandbewegung, d.h. Störungen im Ablauf des Herzschlages lassen sich exakt erfassen. Ferner wird das Blutvolumen errechnet, das bei jedem Schlag vom Herzen weitertransportiert wird, so daß auch die Herzleistung beurteilt werden kann. Aus den genannten Parametern lassen sich abschließend prognostische Rückschlüsse ziehen, d.h. es kann abgeschätzt werden, mit welcher Wahrscheinlichkeit in Zukunft mit einem schweren kardialen Krankheitsereignis zu rechnen ist. Die Untersuchungsdauer beträgt insgesamt etwa 3,5 Stunden.

Die Untersuchung erfolgt nicht-invasiv, d.h. es müssen keine Geräte oder Sonden in den Körper eingebracht werden. Die Belastung erfolgt entweder mittels eines Fahrradergometers oder durch ein Medikament, mit dessen Hilfe eine körperliche Belastung auf Gefäßebene simuliert wird. Eine tatsächliche Herzbelastung wird durch die medikamentöse Belastungssimulation nicht hervorgerufen. Die Darstellung der Herzdurchblutung erfolgt mit Hilfe eines leicht radioaktiven Medikamentes, welches anders als Röntgenkontrastmittel keinerlei Nebenwirkungen aufweist und nicht allergen wirkt.

Die Aufnahmen erfolgen mittels einer speziellen Kamera, die explizit für die Erfassung von Myokardszintigraphien konstruiert wurde. Anstelle der bislang üblichen zwei Kristallmeßköpfe verwendet das D-SPECT-System neun Halbleiterdetektoren. Hierdurch wird die Aufnahmezeit von bislang etwa 25 Minuten auf fünf Minuten verkürzt. Außerdem ist die Kamera so empfindlich, daß die Menge des verabreichten radioaktiven Medikamentes um 30% vermindert werden kann. Bei deutlich reduzierter Strahlenexposition des Patienten liefert das neue System gleichzeitig eine im Vergleich zur konventionellen Technik signifikant höhere Auflösung. Sie nehmen für die Aufnahme auf einem Sessel Platz. Die Meßelektronik befindet sich in einem beweglichen Arm des Gerätes, der auf Herzhöhe über dem Brustkorb plaziert wird.

Es handelt sich somit um ein offenes System, keine "Röhre". Hierdurch ist es uns möglich, auch Patienten mit klaustrophobischen Ängsten (Raumangst) zu untersuchen. Eine störende Geräuschentwicklung geht von dem Gerät nicht aus. Auch muß die Kamera Sie nicht umrunden. Eine Bewegung des Meßarmes findet während der Aufnahme nicht statt. Ferner ist zu berücksichtigen, daß die Kamera nur passiv die Signale erfaßt, die vom Patienten ausgehen und selbst nicht strahlt.